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Unsere Veranstaltungen 2017

 

4. - 6. September 2017 - Jahrestagung der Konferenz
"Nach Gott fragen - Aufbauendes Lernen in den Klassen 5 bis 13"

Wie kommen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern über Gott ins Gespräch? Was sind ihre Fragen zu Gott und wie ändern sich diese im Laufe ihres Älterwerdens? Und was möchten wir, das unsere Schülerinnen und Schüler über Gott lernen?
Die Jahrestagung der Konferenz nahm sich 2017 der großen Frage nach Gott an und war mit 54 Teilnehmenden außerordentlich gut besucht. Prof. Dr. Michael Welker aus Heidelberg fragte zunächst theologisch, was wir eigentlich meinen, wenn wir "Gott" sagen. Er warnte vor zu einfachen theistischen Gottesbildern, die an den realen, oft leidvollen Verhältnissen der Welt und des Lebens zerbrechen würde. Demgegenüber machte er sensibel einerseits für die hochkomplex vernetzte und eigenaktive Struktur der Schöpfung, andererseits für das behutsame, polykontextuelle Wirken Gottes durch die Kräfte des Geistes Jesu Christi. Am zweiten Tag widmete sich Dr. Harmjan Dam den Schwierigkeiten und Anfragen, die Schülerinnen und Schüler an Gott und den Glauben mitbringen. Gleichzeitig diskutierte er schülernahe Argumente, die die Beschäftigung mit Gott als sinnvoll und lohnend erkennbar werden lassen können. Fünf Workshops am Nachmittag vertieften unterrichtspraktisch und theologisch das Tagungsthema. Sie wurden durchgeführt von Anita Kiefer, Johannes Giel, Dr. Markus Sasse, Dr. Stefan Meißner und Horst Heller. Am dritten Tag der Konferenz stellte Kirchenrat Thomas Niederberger die Gottesfrage unter einem völlig anderen Vorzeichen: „Die Frage nach Gott – Hemmschuh oder Aushängeschild für die öffentliche Profilierung des RU in Bildungspolitik und Schulöffentlichkeit.“ Er ging in seinem Vortrag auf die zunehmend wichtige Bedeutung des Religionsunterricht dahingehend ein, Schülerinnen und Schülern einerseits zu reflektierten religiösen Überzeugungen zu verhelfen, andererseits sie kompetent für ein respektvollen Zusammenleben in einer multikulturellen und –religiösen Gesellschaft zu machen. Gottesdienst, Musik und Tanz ergänzten eine inhaltlich reiche und abwechslungsreiche Jahreskonferenz

 

29. Mai 2017 - Nachmittagskonferenz

"Integration durch Bildungsarbeit"

Ein Besuch der türkisch-deutschen Karl-von-Drais-Schule Mannheim

Für Menschen mit Migrationshintergrund ist Bildung ein entscheidender Faktor auf dem Weg zu einer gelingenden Integration und einem sozialen Aufstieg in Deutschland. Allerdings machen viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrem Bildungsweg nach wie vor die Erfahrung, dem Unterrichtsgang an staatlichen Schulen – vor allem wegen Sprachschwierigkeiten – nicht mehr folgen zu können. Auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen gründete der Türkisch-Deutsche Bildungsverein Mannheim 2006 eine Privatschule, die Karl-von-Drais-Schule, die Realschule und Gymnasium vereint. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Integration und Bildungschancen von Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, zu fördern, steht aber gleichzeitig Schülerinnen und Schülern aus allen Kulturkreisen, Nationen und Konfessionen offen.
Wir nutzten mit dieser Nachmittagsveranstaltung die Gelegenheit, die Schule und ihr Schulkonzept kennen zu lernen, informierten uns über die Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen sich Jugendliche mit Migrationshintergrund nach wie vor konfrontiert sehen und bekamen sehr persönliche Einblicke in die inzwischen zehnjährigen Erfahrungen der Schule, Integration durch Bildungsarbeit vielfältig zu fördern.

 

20. Februar 2017 - Nachmittagskonferenz "Lernförderliches Feedback im Unterricht"

Wie geben wir Schülerinnen und Schülern individuelle und aussagekräftige Rückmeldung zu ihren aktuellen Lernleistungen, die sie in ihrem weiteren Lernen unterstützt und motiviert? Und umgekehrt: Wie erhalten wir von unseren Schülerinnen und Schülern Feedback über das, was bei ihnen tatsächlich angekommen ist?
Zu diesen Fragen referierte Elke Bartholomae, Dozentin des EFWI in Landau, bei unserer Nachmittagskonferenz im Februar. Sie stellte hierbei zunächst John Hatties Überlegungen „Visible learning“ vor und konkretisierte dann, wie aussagekräftiges Feedback im Unterricht zur Steigerung der Motivation und Lernleistung der Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden kann.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Vorstellung von leicht handhabbaren Feedback-Methoden zur Evaluation des eigenen Unterrichts. Zudem diskutierten wir Möglichkeiten, eine Kultur des „Über das Lernen reden“ zu etablieren.

Zu Gast im Bibelhaus Neustadt
Elke Bartholomae